Wiedereingliederung

Über vier Monate Asien – und jetzt Singapur. Oder: Das Wiedereingliederungsprogramm beginnt.

Nach über vier Monaten zwischen Streetfood-Plastikhockern, Nachtbussen mit bedenklichem Fahrstil und der gelegentlichen Frage „Ist das jetzt scharf oder lebensverändernd scharf?“ sind wir nun in Singapur gelandet. Drei Tage Luxus-Schocktherapie.

Hier funktioniert plötzlich alles. U-Bahnen kommen im 3-Minuten-Takt!! Klimaanlagen kühlen auf exakt „arktisch“. Und niemand verhandelt Preise – nicht mal wir, obwohl es uns schon fast ungewohnt vorkommt, einfach das zu bezahlen, was dransteht. A bisserl was ging immer in den letzten Monaten 😉

Die Umstellung ist für uns riesig: Man läuft über Gehwege, ohne ständig den nächsten Stolperstein einzuplanen, schaut auf Preise, bei denen wir kurz die Luft anhalten und denken: „Ah ja, so fühlt sich also Europa wieder an“ – und merkt dabei, dass uns genau diese Selbstverständlichkeit inzwischen völlig abhandengekommen ist. Wird aber wohl bald wieder Alltag sein.

Gleichzeitig ertappen wir uns bei leicht schrägen Gewohnheiten. Wir freuen uns über Ampeln, die funktionieren, und über ruhigen Straßenverkehr – ohne Hupen. Wir suchen automatisch nach  Garküchen – und sind irritiert, wenn sie aussehen wie Restaurants. Und wir sind leicht enttäuscht, dass uns niemand versucht, eine „very special price for you, my friend“ Aktivität anzubieten.

Beim ersten Supermarktbesuch zu Hause werden wir ehrfürchtig durch die Gänge laufen – und uns fragen, warum hier niemand Nudelsuppe mit Rind, Schwein oder Hühnchen zum Frühstück verkauft.

Wiedereingliederung läuft. Und was wir in diesen drei Tagen in Singapur alles erlebt und gesehen haben, erzählen wir euch im nächsten Beitrag.

Kommentare

  • Gerhard Sojka

    Wir wünschen Euch noch viel Spaß in Singapur und
    wartest es ab wieder in München mit Lärm und Hektik zurück zu kommen

    Es hat uns sehr viel Freude Spaß und Kultur gemacht Euch zu folgen

    Liebe Grüße von Simone und Gerhard

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