STINKFRUCHT MIT AUSSICHT

8. Februar 2026

Zu unserem eigentlichen Ziel konnten wir von den Philippinen nicht direkt fliegen. Da die meisten Verbindungen einen Stopover in Kuala Lumpur machen, sind wir kurzerhand dort aus dem Flieger gestiegen – eine Entscheidung, die wir definitiv nicht bereut haben.

Unsere Unterkunft lag mitten in Chinatown und bot eine Aussicht, die selbst nach mehreren Tagen noch beeindruckte: Vom Zimmer und auch vom Swimmingpool aus blickten wir direkt auf Merdeka 118 – das zweithöchste Gebäude der Welt –, den Fernsehturm und die Petronas Towers, die von 1998 bis 2004 als höchste Gebäude der Welt galten. Der Sonnenuntergang war diesmal nicht am Strand, sondern zwischen Wolkenkratzern – und genau das machte ihn zu einem ganz besonderen Erlebnis. Vor allem, wenn man diese Aussicht sogar vom Bett oder aus dem Pool genießen kann.

Sonnenuntergang von unserem Hotelzimmer - in einer Art Zeitraffermodus

Kuala Lumpur hat uns auch diesmal wieder begeistert. Diese Stadt schafft es, Altes und Neues, Tradition und Moderne ganz selbstverständlich miteinander zu verbinden. Wir mögen diese besondere Atmosphäre und genießen die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse, die man überall spürt – in der Architektur, im Essen und im täglichen Leben.

Das Jahr des Feuerpferdes steht vor der Tür.

Der ein oder andere weiß, dass in Asien die Stinkfrucht Durian sehr beliebt ist. Rudi gehört definitiv zu den Fans – ich eher nicht. Den Geschmack zu beschreiben ist schwierig. Rudis Einschätzung: puddingähnliche Konsistenz, geschmacklich kaum in Worte zu fassen. Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Vielen ist die sogenannte Stinkfrucht vielleicht aus den Essensprüfungen im Dschungelcamp bekannt. Rudi hat seine persönliche Dschungelprüfung jedenfalls erfolgreich absolviert – alle Sterne für ihn.

Von der Großstadt ging es weiter nach Malakka – ein historisches Städtchen mit Kanal, bunten Häusern und viel Geschichte. Portugiesen, Holländer und später die Briten haben hier ihre Spuren hinterlassen, was man bis heute in der Architektur und im Stadtbild erkennt. Besonders auffällig sind die bunt geschmückten Rikschas, die vor allem bei chinesischen Touristen beliebt sind, die sich gerne bei lauter Musik durch die Gassen fahren lassen.

Auch die chinesische Kultur prägt Malakka seit Jahrhunderten. Am Wochenende findet hier ein großer Chinese Night Market statt, der die Straßen mit Leben, Lichtern und Essensständen füllt. Wir wohnten in einem klassischen chinesischen Haus und haben die besondere Stimmung jeden Tag genossen. Direkt gegenüber befand sich sogar die älteste Kneipe der Stadt.

Eigentlich dachten wir, dass wir euch – für’s Erste – mit weiteren Sonnenuntergangsbildern verschonen. Doch an der Straße von Malakka steht eine Moschee auf Stelzen, die – je nach Gezeiten – wirkt, als würde sie auf dem Wasser schweben. Bei Sonnenuntergang konnten wir dann doch nicht widerstehen.

Nach einer Stadt mit hohen Gebäuden und einer kleineren Stadt mit niedrigeren, farbenfrohen Häusern wartete schließlich der nächste Kontrast auf uns: Statt Skyline und Stadtlärm ging es direkt weiter in den Dschungel. Seid gespannt.