Sapa, Nachtzug, Cat Ba – drei Stationen, drei komplett unterschiedliche Welten – und wir mittendrin.
Nach einer intensiven Woche mit unseren Easy Riders ging es für uns im Anschluss hoch hinaus nach Sapa. Der Ort liegt auf 1.600 Metern, mit Blick auf den Fansipan, den höchsten Berg Vietnams mit 3.143 m.
Bis ganz nach oben haben wir es allerdings nicht geschafft – wir sind ganz entspannt an der Zwischenstation ausgestiegen. Man muss ja Prioritäten setzen… und wir sind ehrlich: ein Pseudogipfelbild haben wir auch😉
In Sapa zeigte sich das Wetter von seiner abwechslungsreichsten Seite: Nebel, Regen und (fast) klare Sicht – jeder Tag hatte seine ganz eigene Stimmung.
Sapa selbst fühlt sich dabei fast ein bisschen surreal an: Die „Sapa Station“ ist eines der beliebten Instagram Hintergründe, der Marktplatz wirkt wie eine kleine Bühne mitten in den Bergen und im Zentrum reihen sich zig mehrstöckige Restaurants aneinander.
Und irgendwie erinnerte uns das Städtchen, das sich den Hang hinaufzieht, ein wenig an Monaco oder Italien – nur eben mit vietnamesischem Flair und deutlich mehr Nebel.
Dann der Szenenwechsel: Nachtzug. Ein bisschen wie im „Mord im Orient-Express“ – nur ohne Poirot.
Das Bett war überraschend bequem und auch der Bordservice konnte sich sehen lassen. Ehrlich gesagt: Die Fahrt von 21:30 bis 5:45 Uhr hätte für uns gerne noch ein paar Stündchen länger dauern dürfen.
Und am nächsten Morgen: Cat Ba. Von den Bergen direkt ans Meer. Wir sind von Hanoi, wo wir am Morgen mit dem Zug ankamen, direkt weiter auf die Insel Cat Ba. Diese ist die entspannte kleine Schwester der Halong Bucht. Gleiche spektakuläre Karstfelsen, aber deutlich weniger Trubel. Oder anders gesagt: weniger Boote, mehr Ruhe – und deutlich bessere Chancen, die Aussicht auch wirklich zu genießen.
Und ganz nebenbei merken wir: Man braucht oft gar nicht viel – nur den nächsten Szenenwechsel.
Sapa, Nachtzug, Cat Ba – kein Haarspray, aber die Erinnerung hält trotzdem.